| Nr.
85 |
Warsteiner
Anzeiger, Lokalteil Warstein
9. Oktober 2002 |
| Freizeitachse
Höhle-Brauerei
Gutachter: Räumliche
Verbindung ist Prämisse
für erfolgreiche "Naturfaszinationen"
von Christian Clewing
WARSTEIN
• Das Bilsteintal mit der Höhle und dem Wildpark auf der einen,
Brauerei mit Produktionsstätte und Besucherzentrum auf der anderen
Seite: Nach Vorstellungen der "ift Freizeit- und Tourismusberatung"
ist die Schaffung einer "Freizeitachse" mit diesen beiden Endpunkten
die Prämisse dafür, dass die "Warsteiner Naturfaszinationen"
ihr Potenzial für eine erfolgreiche Zukunft ohne Zuschüsse ausnutzen
können. Das ist das Fazit der Machbarkeitsstudie, der nun Projekt-
und Maßnahmenuntersuchung sowie Realisierungsfahrplan folgen werden.
Eindeutiges Signal des Gutachters war aber auch: Besucherzahlen wie Anfang
der 90-er Jahre mit weit über 90 000 Höhlen-Gästen muss
man angesichts verstärkter Konkurrenz nahe den Quellgebieten der
Zielgruppen endgültig ad acta legen.
Ziel des Projektes "Warsteiner
Naturfaszinationen", mit dem sich ein interfraktioneller Arbeitskreis
beschäftigt, ist eine Attraktivierung des Bilsteintals durchs Ausschöpfen
der vorhandenen Potenziale. Diese beleuchtete ift: Romantische Winkel,
ein attraktives Landschaftsbild, die Kombination aus Schauhöhle,
Wildpark und Lehrpfaden, die Öffnungszeiten der Höhle, die wiedereröffnete
Gastronomie und die Parkplatzsituation wurden unter anderem als Positiv
verbucht. Dazu zählen auch das Mitwirken der Brauerei und die Chance
zur Vernetzung mit dem im Bau befindlichen Besucherzentrum. Nicht zuletzt
mit Blick auf den Bekanntheitsgrad der Bierbrauer, denn nach Aussage der
Gutachter spiele bei den Freizeitangeboten das Markendenken, die Identifikation
mit einer Marke eine immer größere Rolle. Beispiel: Warner
Bros. Movie-World. Nur einer der direkten Höhlen-Konkurrenten, die
nahe des Ruhrgebietes ebenso wie andere erlebnisorientierte Attraktionen
dem hiesigen Highlight nicht nur die sprichwörtliche Schau, sondern
auch die Schulklassen als Zielgruppe stehlen. Ein generelles Problem des
Sauerlandes.
Den künstlichen
Konkurrenten solle man als "naturnaher Erlebnisraum" gegenübertreten.
Angedacht wird in dem Gutachten auch die Übergabe des Bilsteintals
in private Hände als Betreiber. Erforderlich auf dem Weg zur erfolgreichen
Naturfaszination sei aber die Angebotserweiterung, sprich das Ausschöpfen
der vorhandenen Ressourcen, und eine professionelle Vermarktung. Punkte,
die unter Schwächen eingeordnet wurden, ebenso wie die Gestaltung
des Zugangsbereichs zur Höhle, die Beschilderung, die Anbindung für
Radfahrer und ans Nahverkehrsnetz, der leere Gebäudebestand und das
nicht am Fundort untergebrachte Höhlenbärskelett.
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| Nr. 86 |
Westfalenpost,
Lokalteil Warstein
13. Oktober 2002
Westfälische Rundschau, Lokalteil Warstein
14. Oktober 2002 |
Auf
Freizeitachse liegt Zukunft von Bilsteinhöhle und Wildpark

Einmaliges Erlebnis: die
Bilsteinhöhle soll wieder mit in das Interesse der Öffentlichkeit
rücken. WR-Bild: obi
Warstein.
(AO) Eine Reise in die Geschichte unternahmen die "Wösken Schnaodloipers"
und ihre Familien als sie die Bilsteinhöhle besichtigten. Zugleich
warfen sie aber auch einen Blick in die Zukunft, denn das Thema Höhle
ist derzeit in aller Munde.
Noch im Jahr ihrer Entdeckung
1887 wurde die Bilsteinhöhle der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Führte der Weg die Besucher damals unwegsam von oben über
Leitern in die Tiefe, gibt es seit 1937 den heutigen Zugang an der Seite
des Felsens. Geht es nach der Machbarkeitsstudie, die für die "Naturfaszination
Bilsteintal" erstellt wurde, dürfte sich jedoch auch daran etwas
ändern, wie die Schnaodloipers hörten. Denn sie ließen
sich von Höhlenführer Gerd Menke nicht nur über die Tropfsteinformationen
informieren, sondern erfuhren von Dietmar Lange, Mitglied der interfraktionellen
Arbeitsgruppe des Rates, auch etwas über die mögliche Zukunft
von Höhle und Wildpark. Ein neuer, großzügigerer Eingangsbereich
am heutigen Höhlenausgang spielt bei diesen Überlegungen ebenso
eine Rolle, wie der Ausbau der früheren Jugendherberge zu einem Informationszentrum.
Längst sind die
Glanzzeiten vorbei, in denen jährlich über 90 000 Besucher gezählt
wurden. Nach aktuellem Stand hat sich diese Zahl halbiert. Bei den Überlegungen,
wie sich dieser Abwärtstrend stoppen lässt, ist die Arbeitsgruppe
zu dem Schluss gekommen, dass reine Kosmetik - hier ein neuer Zaun, dort
ein neues Tiergehege - nicht weiterhelfen. Zu diesem Schluss kommt auch
die Studie, die in der Verbindung von Naturfaszination und Besucherzentrum
der Brauerei zu einer "Freizeitachse" erfolgsversprechendes
Besucherpotenzial sieht.
Das einmalige Ensemble
aus Höhle, Wildpark, Lehrpfaden und Gastronomie, die Öffnungszeiten
sowie die große Zahl der Parkplätze listet das Gutachten als
Pluspunkte auf. Fehlende professionelle Vermarktung, die erwähnte
Eingangssituation, fehlende Beschilderung und Anbindung an das Nahverkehrsnetz
schlagen auf der Negativseite zu Buche.
"Versucht gemeinsam
ein positives Ergebnis für die Stadt herauszuarbeiten", forderte
Schnaodloiper-Vorsitzender Thomas Oppmann die Politik auf. Neben Lange
waren Ortsvorsteher Bernd Schauten und Vize-Bürgermeister Manfred
Gödde zu dieser Veranstaltung gekommen.
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| Nr. 87 |
Warsteiner
Anzeiger, Lokalteil Warstein
15. Oktober 2002 |

Schnaodloipers
fasziniert von Warsteiner Höhlengeschichte
Eine Reise in die Geschichte
unternahmen die "Wösken Schnaodloipers" und ihre Familien
als sie die Bilsteinhöhle besichtigten. Zugleich warfen sie aber
auch einen Blick in die Zukunft, denn das Thema Höhle ist derzeit
in aller Munde. Noch im Jahr ihrer Entdeckung 1887 wurde die Bilsteinhöhle
der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Führte der Weg
die Besucher damals unwegsam von oben über Leitern in die Tiefe,
gibt es seit 193 7 den heutigen Zugang an der Seite des Felsens. Geht
es nach der Machbarkeitsstudie , die für die "Naturfaszination
Bilsteintal " erstellt wurde, dürfte sich jedoch auch daran
etwas ändern, wie die Schnaodloipers hörten. Denn sie ließen
sich von Höhlenführer Gerd Menke nicht nur über die Tropfsteinformationen
informieren, sondern erfuhren von Dietmar Lange, Mitglied der interfraktionellen
Arbeitsgruppe des Rates, auch etwas über die mögliche Zukunft
von Höhle und Wildpark. Ein neuer, großzügigerer Eingangsbereich
am heutigen Höhlenausgang spielt bei diesen Überlegungen ebenso
eine Rolle, wie der Ausbau der früheren Jugendherberge zu einem
Informationszentrum. Bei den Überlegungen, wie sich der Besucher-Abwärtstrend
stoppen lässt ist die Arbeitsgruppe zu dem Schluss gekommen, dass
reine Kosmetik hier ein neuer Zaun, dort ein neues Tiergehege - nicht
weiterhelfen.
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Nr.
88 |
Westfälische
Rundschau, Lokalteil Warstein
17. Oktober 2002 |
Spaghetti
für Kids, Mais für Rehe

Hauptsache
was zu essen: Waschbärin "Mäuschen" hatte beim Besuch
in ihrem Gehege die Ruhe weg. (WR-Bild: Wulf)
Warstein.
(wu) Wissen Sie, was Rehe am liebsten fressen - Currywurst, Schokolade
oder Mais? Oder wer der erste Höhlenbewohner war - ein Höhlenbär,
die Biene Maja oder der Yeti?
Lustige und spannende Naturerlebnisse standen gestern auf dem Programm
beim großen Knax-Klub Erlebnistag der Sparkasse. Rund um die Warsteiner
Bilsteinhöhle wurde Allerlei geboten. Und auch das Wetter spielte,
zumindest lange Zeit, gut mit.
Neben Höhlenführung, Gewinnspiel und Face-Painting gab es vor
allem beim Rundgang durch den Wildpark eine Menge zu sehen. Der Baummarder
entpuppte sich als possierliches Tierchen. Waschbärin "Mäuschen",
die alles andere als eine Kostverächterin ist, durfte von einigen
Kindern sogar gestreichelt werden. Dagegen hieß es bei den Luchsen
Abstand wahren - wer dem Gitter zu nahe kam, wurde respektlos angefaucht.
Während Revierförster Henning Dictus in lockerer Form so manche
Information bereit hielt, hatte Höhlenführer und Tierpfleger
Heinz Greifenstein bei den Luchsen seinen großen Auftritt. Wie ein
Dompteur im Käfig fütterte er die großen Katzen, die akrobatisch
nach den Fleischstücken sprangen.
Für das leibliche Wohl war bei Spaghetti und Sauerländer Eintopf
ebenfalls bestens gesorgt.
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Nr.
89 |
Warsteiner
Anzeiger, Lokalteil Warstein
17. Oktober 2002 |
Höhlenforscher
und Tierkundler auf Erkundungstrip
Über
Stalagmiten-"Wachstum" und den Fluchtreflex von Rotwild: Sparkasse
bat Kinder zum Erlebnistag in den Wildpark. Waschbären, Luchse
und Marder beobachtet

Waschbär
"Mäuschen" ist handzahm: Förster Henning Dictus
empfahl ein paar Streicheleinheiten. • Foto: Grotjohann
WARSTEIN
• Nur ein paar Schritte, und die Höhlenforscher waren mittendrin
in einer anderen Welt. Über Stufen, durch enge, zerklüftete
Gänge, vorbei an karstigen Felsvorsprüngen liefen sie - "ein
paar Mal war ich schon hier drin, aber so eine Führung macht immer
wieder Spaß", sagt Grundschülerin Miriam.
Die Sparkasse hatte zum Erlebnistag des Knax-Klubs in den Wildpark eingeladen
- treffend war der Titel auch diesmal: Rund 30 Kinder, "im Schlepptau"
rund ein Dutzend Mütter und Väter, ließen sich das "Wachstum"
von Stalagmiten und den Fluchtreflex von Rotwild erklären. Führerin
Bianca Bremerich schnitt ihre "Höhlenlektion" auf die
kleinen Gäste zu: Figuren, zum Beispiel die Zwergenfamilie und
die Eule, die man mit ein bisschen Phantasie in den Steinformationen
erkennen kann, beschrieb sie den Knirpsen. "Gerade Kinder reizen
diese Details", weiß die Schülerin. Da hakt Devin, 5,
ein: "Ja, den Schwanz von der Maus, die die Eule im Schnabel hat,
hab' ich ganz genau gesehen." Den wachen Blick für die Kleinigkeiten
beobachtete auch Manfred Gödde; der Marketing-Experte der Sparkasse
hatte sich am "Höhlentreff" postiert, lotste die "Knaxianer"
zur Höhle und drückte ihnen ein paar Quizfragen in die Hand.
"Wie hoch ist der Baum, auf dem der Fuchs hockt?" Solche Rätsel
lösten kleine Gäste nach dem Rundgang spielend. "Die
Kinder ernst zu nehmen, ist uns ganz wichtig", sagt Gödde;
dieser "Service" sei auch für die kleinen Kunden selbstverständlich.
"Na klar lebt der", parierte Revierförster Henning Dictus
kurz darauf das Staunen über den Fuchs, der in einem Baumwipfel
kauerte. Der Parkbewohner fällt aus der Rolle: "Jeder Jäger
lernt, dass Füchse eigentlich nicht klettern", so Dictus.
Die Kinder "klebten" an den Gehege-Zäunen, beobachteten
das zögernde "Heranpirschen" des Rotwilds. Ganz nah kamen
sie Waschbär "Mäuschen", der, nach einer Futterration,
ganz still hielt und sich streicheln ließ. • aj
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| Nr. 90 |
Westfalenpost,
Lokalteil Warstein
19. Oktober 2002 |
Mehr
Erlebnis kostet Geld

Wie geschaffen
als Besucher- und Informationszentrum für das Bilsteintal: Die
alte Jugendherberge. Nur müsste auch in sie kräftig investiert
werden, wie die CDU vor Ort erfuhr. Foto: Armin Obalski
Warstein.
(AO) Die Erwartungen potenzieller Besucher haben sich geändert,
die Stadt aber was Höhle und Wildpark betrifft nicht reagiert.
Rapide gesunkenen Besucherzahlen könnte mit der "Naturfaszination
Bilsteintal" begegnet werden.
"Das wird ein großer Knaller", zeigte sich Dietmar Lange,
Vorsitzender der CDU-Ortsunion Warstein und Mitglied im interfraktionellen
Arbeitskreis, der sich mit Perspektiven für die Höhle und
ihrer Umgebung befasst, bei der Veranstaltung "CDU vor Ort"
überzeugt. Zuvor hatte Wolfgang Heppekausen, Fachdienstleiter für
Stadtmarketing, berichtet, woran es hapert: "Es hätte schon
viel getan werden können, aber es ist entmutigend, wenn die Mittel
fehlen." Damit meinte er Geld für Personal, für attraktivere
Angebote in der unbestritten wunderbaren Natur und eben für die
Vermarktung.
Nach der Wiedervereinigung zählte die Höhle bis zu 100 000
Besucher im Jahr. Seit einiger Zeit bleiben jedoch vor allem Gruppen
und Schulklassen aus und das, so Heppekausen, liegt nicht allein daran,
dass auch Geld für Schulfahrten nicht mehr so locker sitzt. Vielmehr
würden Ziele heute nach ihrem Erlebnischarakter ausgewählt.
Wie dieser herzustellen ist, darüber berät die interfraktionelle
Arbeitsgruppe.
Am 29. Oktober werden die Fraktionen die Grundlagenprüfung als
erste Stufe der Machbarkeitsstudie der Freizeit- und Tourismusberatungs
GmbH aus Köln beraten und dann die Frage zu beantworten haben,
ob es sich lohnt, in das Bilsteintal zu investieren. Lange sieht keinen
Dissenz unter den Politikern und rechnet mit einem eindeutigen Ja. Dann
aber müsse es möglichst zügig an die Stufen zwei und
drei, die Maßnahmenentwicklung und den Realisierungsfahrplan gehen,
"ohne sich an Kleinigkeiten festzubeißen".
Bereits bemüht, mehr Naturerlebnis zu bieten, ist der Wildpark.
Das Luchsgehege ist dafür nur ein Beispiel. Zu festen Zeiten jedoch
öffentliche Fütterungen anzubieten, wie von Zuhörern
vorgeschlagen, ist wiederum eine Personal- und damit Geldfrage, machte
Förster Henning Dictus klar.
Geteilt waren die Meinungen, ob die Besucher bei entsprechend interessantem
Angebot Eintrittspreise akzeptieren würden. Rüdiger Lopsien
etwa sah diese Bereitschaft und Ferdi Morbusch erinnerte daran, dass
diese Frage schon vor Jahren diskutiert worden sei - Ergebnis bis heute
offen.
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| Nr. 91 |
Warsteiner
Anzeiger, Lokalteil Warstein
19. Oktober 2002 |
"Natur
und Gastronomie, damit muss man powern"
CDU-Ortsunion
beleuchtete mit Wolfgang. Heppekausen und
Henning Dictus die "Naturfaszination Bilsteintal'
WARSTEIN
- Die "Machbarkeitsstudie" für die "Freizeitachse"
mit Besucherzentrum der Brauerei und der Aufwertung des Bilsteintals
rund um die Höhle in Warstein liegt den Fraktionen vor. Bereits
seit zwei Jahren wird schon über die Attraktivitätssteigerung
der Höhle und des Umfelds beraten. In Dietmar Langes Augen "schon
etwas zu lange", so der Vorsitzende der CDU-Ortsunion Warstein.
Nach Meinung der überregionalen Politiker soll in Warstein "bloß
was gemacht werden, denn Gastronomie und die Natur vor Ort sind da",
erklärte Dietmar Lange beim Rundgang der CDU an der Höhle.
"CDU vor Ort" heißt die Reihe, bei der sich die Mitglieder
der Union an "Brennpunkten" der Kommunalpolitik treffen.
Diesmal erläuterten Wolfgang Heppekausen, Stadtmarketingleiter,
und Henning Dictus, Revierförster im Bilsteintal, die Inhalte der
"Machbarkeitsstudie" und gaben aktuelle Informationen rund
um den Naturpark an der Höhle. Heppekausen stellte Projekte wie
zum Beispiel die Umgestaltung der Jugendherberge zu einem Empfangs-
und Informationszentrum vor. Zudem sollen zur Aufwertung der "Naturfaszination
Bilsteintal" neben dem schon renovierten "Höhlentreff"
auch die Höhle und der Tierpark rundherum attraktiver gemacht werden.
"Dass wir die Natur hier haben und auch die Gastronomie da ist,
das sind Punkte, mit denen man powern' kann", so Dietmar Lange.
Die angespannte Finanzlage aber schließe eine Kostenübernahnie
der Stadt fast völlig aus. "Erste Hilfe, ein Warsteiner",
trifft der Titel eines alten Höhlenführers das Problem, denn
nur mithilfe der Warsteiner Brauerei könne das Projekt finanziert
werden. Warsteins Naturwelt und auch dem Ortsteil würden mehr Besucher
guttun.

Vor Ort
informierte sich die CDU-Ortsunion Über die Naturfaszinationen.
Foto: Oppmann
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Nr.
92 |
Warsteiner
Anzeiger, Lokalteil Warstein
19. Oktober 2002 |
Die
Rückkehr gewandter Jäger
Rund
um Warstein könnten sich bald Luchse
ansiedeln. Experten-Symposium in Arnsberg
WARSTEIN
- Die grau-beige gesprenkelten Vierbeiner scheuen die Nähe zu Menschen,
sind zudem meist nachts auf Beutezug. Henning Dictus würde die
fast ein Meter langen Katzen gern im Staatswald zwischen Möhnesee
und Arnsberg, ebenso im Warsteiner Stadtwald "einziehen" lassen.
Die Auswilderung von Luchsen, so der Revierförster, würde
einen "wichtigen Schritt zurück zu natürlichen Verhältnissen"
bedeuten. Er besucht demnächst ein Symposium zur Luchs-Wiederansiedlung
in Nordrhein-Westfalen, zu dem der Ökologische Jagdverein und der
Sauerländische Gebirgsverein am Samstag, 9. November, nach Arnsberg-Obereimer
einladen.
Als Betreuer eines von drei
Luchsen bewohnten Schaugeheges im Wildpark könnte Dictus die Wiedereinbürgerung
der Großkatzen in ihrem ursprünglichen Habitat aus der Nähe
beobachten. Er sei, sagt Henning Dictus, frühzeitig in die Vorbesprechungen
der Konferenz einbezogen worden. Unter anderem Biologen und Förster
"erwägen nämlich, in solchen Schutzräumen aufgewachsene
Luchse schrittweise an Freiheit in deutschen Wäldern zu gewöhnen".
"Auch im Wildpark könnte diese Auswilderung stattfinden",
meint Dictus. Und wenn dann auch noch eine Luchsin - die drei Wildpark-Katzen
sind Männchen - ins Warsteiner Areal einziehe, könne hier
die Zahl der gewandten Jäger wachsen. Auf "rund 100 Tiere"
schätzt Dictus die Luchs-Population in Deutschland, fast durchweg
in Natur- und Nationalparks leben die Raubkatzen. Während des Symposiums
sollen Vorträge von Experten, darunter Veterinäre und Biologen
aus Polen, der Schweiz und Dänemark, die Ansiedlungschancen der
Katzen hierzulande beleuchten. In puncto Förderung der Raubtier-Verbreitung
könne Deutschland durchaus Fortschritte machen. "Sogar in
der kleinen Schweiz hat sich nach dem Aussetzen einiger Exemplare ein
Bestand von über 100 Tieren gebildet", so Dictus.
Vor 150 Jahren wurde der Luchs in Deutschland ausgerottet. Die Wiedereinbürgerung
des "Einzelgängers" Männchen und Weibchen begegnen
sich gelegentlich, leben aber getrennt - würde die Verbreitung
einer in Europa raren Raubkatzenspezies bedeuten. Dictus räumt
mit der von Laien oft falsch verwendeten Bezeichnung der Luchse auf:
"Es sind keine Wildkatzen, die Wildkatze ist eine eigenständige
Art und kommt zum Beispiel im Hunsrück oder im Schwarzwald vor.
Der Luchs dagegen ist die größte heimische Katzenart."
aj
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Nr.
93 |
Westfälische
Rundschau, Lokalteil Warstein
16. November 2002 |
Pinselohren
im Warsteiner Stadtwald

Fütterung
der wilden Tiere: Im Warsteiner Wildpark sind die Luchse aus nächster
Nähe zu beobachten. Schon bald könnten die großen Katzen
im Sauerland wieder heimisch werden. (WR-Bild: Wulf)
Warstein. Warstein
- international bekannt nicht nur für sein Bier sondern bald auch
für seine Luchse? Experten planen, die großen Katzen mit
den Pinselohren wieder auszuwildern, und das Schaugehege im Warsteiner
Wildpark spielt dabei eine große Rolle.
Vor einigen Tagen
trafen sich 120 Fachleute in Obereimer zur Luchs-Fachtagung (die WR
berichtete). Ziel: der Luchs, vor ca. 150 Jahren in Deutschland ausgerottet,
soll in Nordrhein-Westfalen wieder heimisch werden. Bis zu 50 freilaufende
Luchse könnte es dann im Sauerland geben. Derartige Projekte laufen
bereits z.B. im Harz, in der Pfalz und in Bayern.
"In Zukunft könnten
auch im Warsteiner Stadtwald Luchse zu sehen sein", sagt Revierförster
Henning Dictus, der an der Luchstagung teilnahm. Allerdings: "Der
Waldspaziergänger wird aller Voraussicht nach keinen direkten Kontakt
mit den Wildluchsen haben." Die Tiere haben eine Scheu vor Menschen
und in Regionen, wo Luchse frei leben, habe es bislang auch keine Zwischenfälle
oder Probleme gegeben.
Zurzeit wird untersucht,
welcher Lebensraum für das Luchs-Projekt geeignet ist. Es zeichnet
sich ab, dass das Sauerland die Nase vorn hat. Und wenn man sich dann
noch entschließt, nicht auf Wildfänge, sondern auf Wildgehegetiere
zurückzugreifen, hätte Warstein sehr gute Karten. Denn in
den Regionen, wo Luchse bereits ausgesiedelt wurden, ist die Neugier
groß: alle wollen die Luchse sehen. Das ist aber in einem drei
bis fünf Hektar großen Areal weder möglich noch gewünscht.
Und so richtet man für die Naturfreunde Schaugehege ein - Warstein
besitzt ein solches schon.
"Das wäre
ein großer Prestigegewinn und enormer Werbeeffekt. Es würden
wesentlich mehr Gäste nach Warstein kommen, um die Luchse zu sehen",
betont Dictus. Das Projekt könnte bereits in wenigen Jahren Wirklichkeit
werden. Der Ablauf: Die drei männlichen Luchse im Warsteiner Wildpark
bekommen eine Luchsin hinzu. Nachwuchs dürfte sich schnell einstellen
und die Jungtiere werden dann nach acht bis 12 Monaten ausgewildert.
Alle freigelassenen
Luchse bekommen übrigens einen Sender mit und werden so von der
Ruhr-Uni Bochum auf Schritt und Tritt verfolgt. Henning Dictus: "Die
Wiederansiedlung der Luchse ist ein Schritt zurück in eine intaktere
und artenreichere Naturlandschaft." Von
Bernd Wulf
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Nr.
94 |
Westfälische
Rundschau, Lokalteil Warstein
27 . Dezember 2002 |
Reinrutschen
im Höhlentreff
Warstein/Hirschberg.
Wer noch unentschlossen
ist, wie und wo er ins neue Jahr rutschen will, sollte nicht mehr zu lange
zögern: Für den großen Silvesterball im Warsteiner Höhlentreff
sind nur noch wenige Karten verfügbar.
Im Höhlentreff lässt sich der Jahresausklang und Rutsch ins
neue Jahr auch in diesem Jahr wieder stilvoll feiern. Die Gäste erwartet
eine festliche Atmosphäre, ein Buffet mit vielen exquisiten Speisen
sowie ein großes Feuerwerk.
Für dezente Musik während des Dinners und später dann für
Stimmung auf der Tanzfläche wird die Live-Band "Ohrwurm"
sorgen. Sie wird die Gäste mit einer bunten Mischung aus deutschen
Schlagern und volkstümlicher Stimmungsmusik sowie Oldies und Rock-Hits
der 70er und 80er Jahre, Dancefloor und aktuellen Chart-Hits mitreißen.
Karten werden in zwei verschiedenen Kategorien angeboten: Mit einer Karte
für 50 Euro startet der Silvesterball ab 19:30 Uhr mit einem großen
kalt-warmen Dinner-Buffet. Alle Getränke außer Longdrinks und
Cocktails sind inklusive, ebenso wie ein Mitternachtssnack mit Käse
und Kuchen und ein Bus-Shuttle von der Domschänke oder vom Welcome
Landhotel & Gasthof Cramer zum Höhlentreff und zurück.
Mit einer Karte für 30 Euro ist man ab 22:30 Uhr dabei. Sie umfasst
dann - abgesehen vom großen Dinner-Buffet - dieselben Leistungen.
Karten für den Silvesterball sind in begrenzter Anzahl im Welcome
Landhotel & Gasthof Cramer in Hirschberg erhältlich. Eine telefonische
Reservierung ist unter der Telefonnummer Tel: 02902-9880 möglich.
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